wenn ich groß bin, dann möchte ich mich vielleicht erinnern
an das gefühl, jung zu sein
deswegen schreibe ich das jetzt auf
weil es fühlt sich so wunderbar schön an
zwischen der beinahe-gewissheit, dass die welt bald untergeht
zwischen haltloser angst vor dem morgen
zwischen wut und ohnmacht
stehe ich
mutig und unzähmbar
wild und entschlossen
unsterblich
kräftig und explosiv
stehe ich
stehe ich auf dich
mit dir und ohne dich
ich bin unbesiegbar
weil ich bin jung
ich nehme mir, was ich möchte
weil mir gehört die welt
so fühlt es sich an
zumindest gehört mir mein leben
und das ist so ziemlich das größte, was ich greifen kann
werden meine hände noch wachsen?
werde ich einmal mehr greifen?
ich brauch nicht mehr, weil ich hab schon alles
ich teil es mit dir
wenn ich groß bin, dann möchte ich mich vielleicht erinnern
an all das
an wie es ist klein zu sein
und sich größer als alles andere zu fühlen
ich bin nicht klein, ich war nie klein, werde nie klein sein
ich bin schön, ich bin frei
drehe und springe
ich zähle
ich bin ich
unbesiegbar ich
SCHALL UND RAUCH
Dienstag, 14. Februar 2023
wenn ich groß bin, dann
Dienstag, 10. Mai 2022
ein liebesbrief
deine Unsicherheiten, die dir den Blick in den Spiegel schwer machen
deine Unsicherheiten, die dein Lächeln verkrampfen lassen, weil du dich unwohl fühlst
ich liebe dich für deine Unsicherheiten, weil du sie siehst,
weil du versuchst, sie umzukehren zu Dingen, auf die du stolz sein kannst
ich liebe dich für deinen Stolz auf dich selbst
deinen Stolz, der dich wachsen lässt und glücklich macht
deinen Stolz, der dich sagen lässt, hier bin ich!
ich liebe dich für deine Wut, für deine Kritik, für deine Neugierde
deine Wut, die dich sprechen, schreiben, weinen, schreien lässt
ich liebe dich für deine Ruhe, die dich manchmal zu spät kommen lässt,
deine Ruhe, dir Zeit zu nehmen, dich um dich selbst zu kümmern,
deine Ruhe, Dinge einfach mal auf dich zu kommen zu lassen
ich liebe dich für deine Prioritäten, auf denen ganz oben Wohlfühlen steht
deine Prioritäten, bei denen du selbst an erster Stelle stehen darfst, vergiss das nicht
deine Prioritäten, die nach Glück und Liebe streben
deine Prioritäten, die du immer hörst, aber noch lernen musst, sie ehrlich anzuhören
deine Prioritäten, die sich nicht immer nach anderen richten müssen
ich liebe dich für dein Ohr für dich selbst
dein Ohr, das dir gerade erst wächst, das gerade erst lernt, zu hören,
dein Ohr, auf das du so stolz sein kannst, weil du es dir erkämpfst
dein Ohr, das wohl der wichtigste Teil deines Körpers ist
ich liebe dich auch für deinen Körper, von dem ich weiß, dass er es dir manchmal schwer macht
dein Körper, der dich leben lässt, der dich atmen lässt, sehen lässt
dein Körper, der dich fühlen lässt, weinen und lachen lässt, reden lässt
dein Körper, der dir ein zu Hause ist, in dem du dich wohlfühlen sollst
dein Körper, um den du dich kümmerst
dein Körper, der für dich arbeitet, dein Körper, der auch mal Pause machen darf
dein Körper, der unter keinen Schönheitsidealen brechen soll
dein Körper, der dir jeden Blick in den Spiegel gefallen lassen soll
dein Körper, der wunderschön ist
und du bist genug.
Freitag, 17. September 2021
wave of nazare
you are so immature
yet so knowing
you feel like a mess but seem to cope
the future is laying infront of you
bright and shiny
foggy and frightening
you wonder what would happen if do this or that
you bail
because sometimes everything is too much
even though everything may not seem to be enough
you are stressing about the tiniest of irregularities
you are longing for definite plans
but are scared to commit
you feel like a mess but seem to cope
and sometimes you cry
sometimes all of your thoughts and emotions,
all of your fears and joys
are crashing you like the waves of nazare
you feel alone
but are leaving 20 contacts on read
you are constantly in a hurry
but always feel like a loser
and when everything is crashing you like the waves of nazare
you are telling yourself you are okay
because you are
it just doesn´t always feel like that
but you always cope
Sonntag, 28. März 2021
Eins und Alles - Goethe
Im Grenzenlosen sich zu finden,
Wird gern der Einzelne verschwinden,
Da löst sich aller Überdruß;
Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst´gem Forden, strengem Sollen
Sich aufzugeben ist Genuß.
Weltseele, komm´ uns zu durchdringen!
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.
Teilnehmend führen gute Geister,
Gelinde leitend, höchste Meister,
Zu dem, der alles schafft und schuf.
Und umzuschaffen das Geschaffne,
Damit sich´s nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebend´ges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht´s Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen:
Denn alles muß in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.
Montag, 25. Januar 2021
auf und ab
ohne Zeitgefühl
ohne Sorgen
ohne Gedanken
existiert einfach nur der Moment,
der Moment der nur aus auf und ab besteht
auf ein auf folgt ein ab,
auf ein ab folgt ein auf
wie Wellen,
wie Flügelschläge
wie Blätter im Wind
sie bewegt sich
sie verliert sich
sie sucht und findet
und ist der Moment vorbei,
wundert sie sich
aber alles sind auf und abs
und das gibt ihr Sicherheit
Mittwoch, 9. Dezember 2020
j
you´re my aching and soothing
you´re my tears and smiles
you´re nightmares and daydreams
you´re my fear and desire
when i lay down and imagine someone to cure me
i always think of you
when i feel lonely and wish for somebody to hold me
i think of you
i´m thinking about my future
and i know i would bend to share it with you
i´m thinking about my future
and i literally run from spending it with you
i know i did no good to you
and i know it did no good to me
and even though i´d wish for you to be my man
i know you will never be
because i let you go, i made you go
and you left
it´s ok, i´m doing fine
i just sometimes wish for it to be different
i just sometimes wish you´d be with me
Montag, 9. November 2020
es ist ok
Manchmal kann das Leben schwer sein.
Wenn man Sorgen und Ängste hat, die Zukunft nur ein ungewisser, rauschender Nebel ist und niemand einem ein Wegweiser sein will, da kann es schwer sein. Wenn die Welt aus mehr Schatten als Licht besteht, kann es schwer sein, sich selbst als Leuchte zu dienen.
Aber irgendwo wird immer irgendjemand sein, dem es genau so geht. Wir sind nicht allein.
Auch, wenn sich das in diesen Momenten vielleicht genau danach anfühlt.
Das Leben kann auch schwer sein, wenn du nicht alleine bist, wenn du Menschen um dich herum hast, die dich lieben und die du liebst, wenn du eigentlich sogar sehr glücklich bist. Wenn du ein zu Hause hast, Essen und Einkommen gesichert sind und geliebt wirst, auch dann kann das Leben schwer sein. Auch dann kann die Zukunft nur ein ungewisser, rauschender Nebel sein. Und auch dann kannst du Angst haben und dich alleine fühlen. Obwohl andere vielleicht sagen, dass du dazu überhaupt keinen Grund hast.
Und das ist vollkommen ok.
Irgendwie geht es uns doch gerade allen so oder?
Jetzt, wo die Corona-Zahlen wieder steigen und jeder für sich selbst damit kämpft, einen guten, ja, wenn nicht sogar objektiv perfekt wirkenden Weg zu finden, auf dem man sich sicher fühlt und den man guten Gewissens gehen kann, in dieser Zeit von social distancing und jeden Tag neuen Rekordzahlen.
Jetzt, wo die Gesellschaft sich spaltet zwischen Pandemieleugnern und Wissenschaft-Anerkennenden.
Jetzt, wo "gutes Handeln" so kompliziert ist.
Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Orientalismus, Post-Kolonialismus, Diskriminierungen, Romantisierungen.
Zappelnd zwischen dem Wunsch nach einer endlich gerechten Welt, zwischen dem Drang nach Aufarbeitung und Chancengleichheit und zwischen dem Ideal von kindlich unbeschwertem Leben, ist es schwer, eine Lösung zu finden. Und irgendwie suchen wir doch alle eine Lösung oder?
Jetzt, wo die Welt brennt, die Lungen unserer Heimat genauso kollabieren wie die der Patienten auf den Intensivstationen -ist das jetzt makaber?-, jetzt ist es so einfach wie auch schwer, die Augen vor allem Leid zu verschließen.
Jetzt, wo ich mich schon fragen muss, ob es makaber ist, zu sagen, dass die Lungen unseres Planeten quasi nicht mehr arbeiten, wobei das noch nur ein kleiner Aspekt der ganzen Krise ist.
Das Leben kann gerade ganz schön schwer wirken und es ist ok, das zuzugeben. Und genauso ok ist es, sich schwach zu fühlen, obwohl viele viele Personen noch schlechter dran sind als man selber.
Denn aus dieser Schwäche, aus dem Annehmen unserer Emotionen können wir die Stärke ziehen, die wir gerade so sehr brauchen.
Wir müssen stark sein für die Menschen, die wir lieben, für die Menschen, die gerade leiden und alles zu verlieren scheinen, wir müssen stark sein, für die, die schwach sind, als schwach angesehen werden oder gezielt geschwächt werden. Wir müssen stark sein für unser Miteinander. Stark sein für uns.
Zuhören und reden, helfen und Hilfe zulassen, mitfühlen und Mut zu Gefühlen haben.
Ich bin mir sicher, dass unser Leben dadurch nicht mehr ganz so schwer wirkt.
Montag, 26. Oktober 2020
allein sein
Dienstag, 29. September 2020
wenn es herbst wird
bald schon werden die Bäume keine Blätter mehr tragen
und wie die Blumen
wird auch unsere Liebe verblühen
und wie die Wiesen die Sonne fragen
werde auch ich dich fragen, wo deine Wärme bleibt
du bist so starr und kalt geworden
du bist so weit weg
wie ein winterlich blauer Himmel
du bist Sehnsucht und Furcht
schon im Sommer,
wenn alles noch warm ist,
wenn die Sonne noch scheint,
denke ich an dich wie an eine böse Vorahnung
wie der Sommer an den Winter
Montag, 14. September 2020
komm mit
worauf bist du stolz? was willst du ändern?
was macht dich glücklich? was macht dich traurig?
wann fühlst du dich gut? wann schlecht?
fühlst du dich gut?
was macht dir Angst? wann fühlst du dich sicher?
magst du dich?
wann magst du dich? wann magst du dich nicht?
veränderst du dich?
für wen veränderst du dich?
bist du lieber allein oder in Gesellschaft?
bevorzugst du Stille oder Tumult?
stellst du dir diese Fragen?
und findest du Antworten?
so viel passiert gerade, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Leben gerade stagniert
irgendwo liegen geblieben ist
Pause macht
irgendwo am Straßenrand
lass uns verreisen.
es ist Sommer.
welches Jahr ist egal, Alter zählt nicht.
es gibt auch sonst nichts das uns stoppen könnte, nichts, das uns straucheln oder zögern lässt.
wir sind zu zweit.
es ist nachts, es ist frisch.
gerade die Temperatur, die nicht warm ist, aber auch nicht kalt.
die Temperatur bei der es einem leicht fröstelt
in kurzen Hosen und Top.
die Temperatur, bei der man den letzten Tag noch auf der Haut spüren kann und die Hitze von morgen schon atmet.
wir sind barfuß. unter uns wärmt der Beton unsere Füße noch nach und über uns erstreckt sich die Schwärze der Nacht bis ins Unendliche.
bis zu den Sternen.
es riecht nach feuchter Luft, nach kaltem Zigarettenrauch und warmer, nachglühender Haut.
neben uns knackt der Motor des Autos, wir hören das Rauschen vereinzelter Autos auf der Autobahn.
unsere Gesichter werden erleuchtet von der Reklame der Tankstelle.
es ist Sommer und wir sind auf dem Weg nach Osten.
wir wissen nicht wohin, haben keinen Plan
aber wir sind glücklich
ich fühle mich sicher, fühle mich geborgen.
meine Haut kribbelt wenn ich daran denke was kommt
kommen könnte
ich fühle mich so frei und gut, dass ich lachen muss
ich strecke meine Arme aus, umarme die Nacht und grinse dich an
du lachst
über mich, über den Moment
du lachst, weil auch du glücklich bist.
und wir reisen
neben uns fliegen die Lichter der Autobahn
Schilder, Laternen, Scheinwerfer und Rücklichter
und ich denke zurück
meine Zukunftssymphonie damals:
14.09.2020
dieses Lächeln
verschmitzt und heimlich
wie etwas Verbotenes,
das man anderen und sich selbst nicht eingestehen will
diese Angst
vor dem, was kommt oder nicht kommt
kribbelnd, fast wie Vorfreude
nur mit ein bisschen Angst,
davor, es nicht gut genug zu machen
diese Aufregung
vor der Lust, vor der Angst
vor der Person, die da kommt
die Aufregung auf die Zukunft.
auf das Ungewisse.
das erste Bild, das erste Wort
der erste Witz, das erste Lachen
das erste nicht-mögen
das erste Träumen
das erste Miteinander
die Aufregung vor dem ersten Augenblick.
Montag, 6. April 2020
AM:PM
Sonntag, 15. März 2020
leises Experiment
Freitag, 11. Oktober 2019
liebe liebe.
so ein simples wort mit so viel dahinter
so viel berauschendes
so viel ernüchterndes
so viel ermutigendes
so viel beängstigendes
so viel nacktheit
so viel wahnsinn
so viele liebkosungen
so viele verletzungen
so viel
manchmal kann einen die liebe in den wahnsinn treiben
in den himmel katapultieren und in die hölle fallen lassen
sie kann so viel geben und gleichzeitig auch so viel nehmen
liebe kann angst machen
aber liebe gibt auch kraft und mut, lachen und glück
liebe gibt liebe
ich liebe die liebe
Dienstag, 27. August 2019
NEUSEELAND 09.02.2019
ZWISCHENWELTEN
ich höre mein Herz,
beständig und beruhigend
höre meinen Atem,
ganz ruhig
ich fühle meine Schritte,
barfuß auf dem Geröll
fühle meine Haut,
trocken vom Salz und der Sonne
meine Haare,
zerzaust vom Wind
ich spüre jede Faser meines Körpers
jeden noch so kleinen Fleck
ich weiß, wo mein Körper anfängt
wo er aufhört
ich spüre mich.
mehr als je zuvor
und bin so verloren wie nie
habe ich mich verlaufen in der Weite der Welt
oder laufe ich genau richtig?
mitten hinein ins Unbekannte
in die ungewisse Zukunft
vielleicht denke und fühle ich auch irgendwann,
dass ich richtig bin
doch ich bin noch immer auf der Suche nach einem Wegweiser
nach einem Markierung für den richtigen Wanderweg
ich suche mich
und ich suche mich
und suche mich
ich fühle mich leicht
als würde ich schweben
als würde ich abheben
als würde ich verwehen
und gleichzeitig fühle ich mich schwer
als würde ich festkleben
als würde ich ganz nach unten gezogen werden
als würde ich zerreißen
verloren zwischen den Welten
so frei und glücklich wie nie
so verunsichert und alleine wie nie
Samstag, 24. August 2019
Ironie des Schicksals
Alle sind auf dem Weg nach Hause, oder in den Urlaub, andere vielleicht auf Reisen wegen ihrer Arbeit.
Die einen haben mit dem Einsteigen ins Flugzeug Familie und Freunde hinter sich gelassen, die anderen fliegen Ihnen gerade entgegen.
Oder das junge Paar schräg hinter mir. Bestimmt hatten sie einen schönen Urlaub zusammen. Oder fängt der gerade erst an?
Wir denken, `was für eine schöne Welt`. So kostbar.
Und dann denke ich,
ich lache fast
aber nicht befreit, nein, eigentlich eher verbittert,
Und habe meine Gedanken nur beim Hässlichen.
Ich sehe meinem zu Hause beim Sterben zu und habe meine Hand selbst mit an dem Dolch, der ihr den Todesstoß setzt.
Ich sehe die Sonne untergehen.
Wunderschön
so schön saftig orange
Rot und Gold
Weiß und Blau
Ich fliege sogar über einen Waldbrand.
es ist heiß
es ist trocken
es ist Sommer.
Die Pflanzen nehmen das CO2 aus der Luft auf,
Ohne sie würden wir nie gelebt haben, können wir nicht weiterleben und haben auch in Zukunft keine Chance auf Leben.
Dienstag, 26. März 2019
MEIN GLÜCK
Samstag, 9. Februar 2019
du bist
Aufregung
Herzklopfen
Funkeln
Funken sprühen
Du bist mein Lächeln
Und mein schlechtes Gewissen
Bist mein Verlangen
Und meine Verunsicherung
Du bist Nacht und Tag
Du bist Sonne und Staub
Du bist Bass und Musik
Du bist lachen und tanzen
Du bist du
Und ich bin ich
Und wir sind ein Versprechen
Dienstag, 25. September 2018
orangeockerdunkelgelb
Sonntag, 3. Juni 2018
auf meine Insel
Flucht nach vorn
Flucht nach hinten
Flucht aus allem
wollt ihr nicht auch manchmal einfach aus der Realität flüchten?
wir träumen
träumen uns unsere Insel zusammen
die Insel auf der alles stimmt
ich packe meinen Koffer und nehme mit
dich und dich und dich und dich
ganz viel Liebe
Ehrlichkeit
Ruhe
Einklang
Unbeschwertheit
Glück
Gesundheit
Frieden und Freude
und dich
auf meine Insel
Donnerstag, 3. Mai 2018
sonnemondundsterni
offene Seelen
geschlossene Augen
warme Körper
kalte Hände
volle Räume
leere Flaschen
schimmernde Haut
matte Nägel
rutschige Münder
klebender Boden
laute Musik
leises Verlangen
ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
ICH bereue, vermisse, verlange, spüre
DU trauerst, leidest, fragst, versuchst
ER verlangt, braucht, bereut, will
SIE wütet, verurteilt, verdreht, redet
ES ist, war, wird sein, kompliziert
WIR verzweifeln, hinterfragen, lieben, weinen
IHR seht, redet, fragt, ringt
SIE halten, versuchen, vermitteln, verstehen
Samstag, 10. März 2018
du mit mir
beschlagende Fenster
rasende Herzen
wilde Augen
hitzige Körper
schwitziger Stoff
leere Flaschen
gefüllte Seelen
lachende Münder
begehrende Hände
kribbelnde Glieder
schmerzende Lungen
dicke Luft
flackerndes Licht
klebender Boden
fliegende Haare
wummernde Bässe
GLÜCK
und du
Donnerstag, 1. März 2018
lea
Dienstag, 2. Januar 2018
du und ich
Ich möchte es herausschreien
möchte, dass die ganze Welt es weiß
jeder soll es wissen
alle außer ihm
und gleichzeitig nur er
und sonst keiner
was ist das?
es zerreißt mich
ich verzerre mich
er verzehrt mich
ich vermisse ihn
mit jeder Faser meines Körpers
mit jeder Zelle, jedem Teilchen
meinem ganzen Herzen
ICH VERMISSE DICH
ICH VERMISSE DICH
ICH VERMISSE DICH
ich vermisse dich
und kann es dir nicht sagen
denn viel zu oft war ich es
war ich es, die dich zurück gewiesen hat
die, die gesagt hat, es ist endgültig
ist je etwas endgültig?
hoffentlich nicht
kann ich meine worte zurück nehmen?
wenn ich eins bereue, dann das
man soll nie seinen willen jemandem unterstellen
und was tat ich?
genau das
ich konnte nicht
konnte nicht nur wegen ihr
sie und ich wir sind uns doch eigentlich so fremd geworden
nur durch uns wieder nah
und das soll dich und mich jetzt trennen?
das UNS durch SIE?
man sagt,
man weiß erst, was man hat, wenn man es verliert
ich hoffe, ich habe dich nicht verloren
was soll ich denn dann auch mit dem Wissen?
mit dem Wissen, dass du die Macht hast, jede meiner Fasern zu bestimmen,
meine Gedanken zu sein
ICH VERMISSE DICH
ICH VERMISSE DICH
ICH VERMISSE DICH
alles an mir
vermisst dich
Sonntag, 17. September 2017
UTOPIE
Alle Menschen leben in Einklang, Freiheit und Frieden.
Sie handeln wohlwollend, sie sind tolerant.
Jede Religion wird anerkannt. Glaube oder nicht-Glaube ist unbedeutend.
Jeder respektiert jeden.
Es braucht keine Gesetze weil die moralischen Werte eines jeden angesehen werden wie die eigenen.
Kein Mord. Kein Krieg.
Nur Seligkeit.
Nur Vertrauen.
Nur Leben.
Selbst die Umwelt ist intakt.
Jeder handelt bewusst, will nichts und niemandem schaden.
Jeder teilt.
Niemand hungert.
Noch haben alle Träume.
Donnerstag, 30. März 2017
•bE seLF-CoNFidEnt EnoUGh tO Be yOuRSElf•
Why do you pretend being somebody else but you?
Don't waste your time.
Sonntag, 29. Januar 2017
Samstag, 17. Dezember 2016
Dienstag, 20. September 2016
too much
es sind die kleinen dinge, die mich so an dir
faszinieren,
fesseln.
dein lächeln.
deine nase.
deine haare.
...das äußerliche, das wohl fast jeden um den verstand bringen könnte.
und dann diese unerreichbarkeit, diese unnahbare.
"harte schale, weicher kern"
dieses schüchterne, aber bestimmte.
ein bisschen arrogant und abgehoben.
ein bisschen.
deine stimme
deine silhouette
deinen gang
immer.
-doch bis dahin bitte was anderes.
Montag, 11. Juli 2016
°gEScHmaCk v0N sOMmeR°
Dienstag, 21. Juni 2016
°Ziegenkäse-Quiche°
Ich habe in der letzten Zeit meine Liebe am Kochen und Backen wieder gefunden und diese will ich jetzt mit euch teilen. Deshalb werden in nächster Zeit wahrscheinlich mehrere Rezepte kommen! Vielleicht habt ihr ja Lust, diese mal nach zu kochen -oder ihr kennt sie schon?
Heute gibt's das Rezept für einen super leckeren Ziegenkäsekuchen -oder -Quiche?
Eigentlich war es für kleine Ziegenkäsetörtchen gedacht, aber mir hat das Muffinblech gefehlt.....
Dienstag, 10. Mai 2016
Sonntag, 20. März 2016
°Kein IHR, sondern ein WIR°
Eigentlich doch etwas sehr schönes.
Man hat jemanden, dem man sein Herz ausschütten kann und sich ihm voll und ganz anvertrauen kann. Irgendwie ist immer jemand da, der auf einen aufpasst und der bei einem ist. Man lernt in der Gemeinde neue Menschen kennen, findet guten Rat und neue Hoffnung.
Doch nicht nur die schönen Seiten gehören zum Glauben.
Es gibt ein Lied von den Beatles (imagine <- cover von Emeli Sande), welches in einer Liedzeile Religion kritisiert:
"Imagine there's no countries
It isn't hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too"
Ich habe das früher nie verstanden, habe mir gedacht `Warum sollte man wegen seiner Religion sterben oder jemanden töten? Gläubig zu sein ist doch etwas schönes?`
Aber Religion und der eigene Glauben waren schon sehr, sehr oft Grund für Krieg, Morden und Demütigung. Warum? Ich verstehe es immer noch nicht. Andere Glaubensrichtungen bringen neue Kulturen und Sitten mit sich, ich persönlich finde es immer spannend, neues kennenzulernen. Offenbar aber nicht jeder. Ist es Angst vor etwas neuem oder einfach Intoleranz gegenüber Anderem?
Auch aktuell ist es wieder DAS große Thema, welches die Nachrichten eines jeden Landes zu beherrschen scheint. Krieg wegen einer Religion... Der IS, eine extreme Variante des Islams. Oder hat er mit dem Islam überhaupt nichts zu tun? Ich persönlich blicke durch dieses aktuelle Thema nicht wirklich durch, ehrlich gesagt, verstehe ich noch nicht einmal den Sinn dahinter -und klar, dann stellt sich wieder die Frage, ob Kriege denn jemals einen Sinn haben- aber was ist die Absicht hinter diesem Krieg?
Ich habe mir gerade sämtliche Artikel zu dem Thema durchgelesen, aber es gibt so viele verschiedene Aussagen, so viele vielseitige Fakten und allgemein so viel zu verstehen...
Eigentlich sollte man meinen, dass es heute kein Thema mehr sein sollte, zu sagen "ich bin jüdischen, christlichen, buddhistischen oder muslimischen Glaubens.", oder eben, dass man überhaupt nicht an irgendeinen Gott glaubt, aber man trifft eben doch noch auf Intoleranz -gegenüber allen möglichen Themen- .
Ich finde, dass es an der Zeit ist, dies zu ändern. Man sollte Unterschiede im Glauben, Aussehen, Lieben und Leben nicht mehr als Unterschiede, sondern vielmehr als Vielseitigkeit und Individuum ansehen.
Ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf, dass wir irgendwann einmal in einer solchen Gesellschaft leben werden, eine, in der jeder so angesehen wird, wie er ist und lebt.
Sonntag, 6. März 2016
...und draußen lebt die Welt VII
Heute schreibe ich über ein Thema, welches mir sehr viel bedeutet und mich -vor allem in den letzten Tagen- sehr oft beschäftigt hat.
Es geht um Massentierhaltung.
Das erste mal bewusst darauf aufmerksam geworden bin ich vor ca. 3 Jahren, als ich für die Schule etwas über Massentierhaltung ausarbeiten musste.
Ich habe mich damals also an den Computer gesetzt und hab angefangen, Fakten und Bilder heraus zu suchen. Und was ich dann alles gesehen habe, hat mich total schockiert. Ich war angeekelt, erschrocken und total überrascht -nicht weil ich davon nichts geahnt hatte, sondern weil ich es mir nicht so brutal vorgestellt habe- °Bilder: Schweine, Hühner, Gänse, Schafe, Kühe°
Ich habe mir neben Texten und Bildern auch noch Dokus angesehen...danach war ich so schockiert und angeekelt, dass ich einige Zeit echt wie erstarrt vor dem Bildschirm saß und versucht habe, zu realisieren, was ich gerade gesehen hatte.
Ich denke, dass ich damals diese Fakten ihrer Schrecklichkeit wegen, versucht habe, zu verdrängen. Ich weiß nicht, was ich mir eingeredet haben muss, dass ich noch weiter Fleisch essen konnte. Damals hat sich, obwohl ich mir so bewusst war, dass die Lebensumstände der Tiere in diesen Gehegen so schlecht waren, dass sie mich nicht mal mehr LEBENsumstände genannt werden sollten, einfach kein Schalter bei mir umgelegt. Das einzige worauf ich ab da an geachtet habe ist, dass ich nur noch Eier aus Freilandhaltung kaufte. Denn auf dem Boden werden Hühner immer gehalten. Fragt sich nur, wie viel Boden einem einzelnen Huhn dabei gegeben ist.
Bis zu Beginn der Fastenzeit diesen Jahres aß ich also wie gewohnt weiter Fleisch.
Den 10.02. nahm ich dann als Anlass, meine Ernährung testweise auf vegan umzustellen. Ausschließlich auf tierische Produkte zu verzichten gelang mir seitdem jedoch nicht immer.
Zu oft schlich sich eine Scheibe Käse auf mein Brot, zu oft Schokolade in meinen Mund :D...
Worauf ich jedoch strikt achtete war, kein Fleisch zu essen.
Erst wegen der Fastenzeit, jetzt aus Überzeugung.
In letzter Zeit bin ich immer häufiger auf dieses Thema gestoßen. Ob in Zeitschriften, im Internet oder auf YouTube. Das hat mich einfach immer wieder zum Nachdenken angeregt und diese ganzen Fakten, die ich damals rausgesucht hatte, nochmal hervorgerufen.
Und jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop und versuche, mein (kleines) Wissen an euch weiter zu geben...
Vielleicht konnte ich ja einige von euch auch zum Nachdenken anregen, wenn nicht, vielleicht irgendwann jemand anders?:D
Ich wünsch´ euch noch einen wunderschönen Abend
:):)
ich
Donnerstag, 4. Februar 2016
Sonntag, 31. Januar 2016
...und draußen lebt die Welt VI
Aufgespritzte Lippen, Brüste, Stirnen
Geliftete Wangen, Augenlider
Vergrößerte Augen
Verlängerte Beine
Schmalere Tailien
Gebleachte Zähne
und für den Anfang Anti-Falten-Cremes, straffende Texturen
und natürlich Photoshop und facetune.
Wir verfälschen uns, schon angefangen bei make-up, Mascara, Lippenstift, Bronzer, Lidschatten..., ich möchte nicht verleugnen, dass ich mich nicht schminken würde und keinen Spaß daran hätte; dass ich, wenn ich hier Bilder hochlade, nicht gucke, ob sie gut aussehen oder irgendwo Makel haben sollten. Und dabei mache ich das hier nur für mich allein. Auch wenn es das Internet ist und es praktisch die ganze Welt sehen könnte. Letztendlich schreibe, fotografiere und mache ich doch nur das, was mir gefällt. Und wie man ungeschminkt aussieht sollte doch eigentlich niemanden interessieren, da wir doch alle mal Augenringe, Pickel und fettige Haare haben....
Warum also legen wir so sehr Wert auf Perfektion und Makellosigkeit?
Ehrlich gesagt kann ich darüber nur spekulieren...
Donnerstag, 31. Dezember 2015
°laBErP0sT° V
Es hat sich viel für mich verändert.
Ich habe viel dazugelernt,
viele Erfahrungen gesammelt, unschöne, schöne, hilfreiche und auch weniger hilfreiche.
Ich habe sehr viel gelacht dieses Jahr, aber auch viele Tränen verloren…
Ich bin gespannt, was nächstes Jahr passieren wird, was es mit sich bringen wird und was sich noch weiter für mich verändern wird.
Samstag, 28. November 2015
...und draußen lebt die Welt IV
Wer hat es nicht mitbekommen?
Wer hat die Bilder auf Instagram, Twitter, Facebook und in den Nachrichten nicht gesehen?
Wer hat das Wort Paris in den letzten Tagen, in den letzten Wochen nicht gehört?
So gut wie niemand denke ich.
Der IS... Was ist das überhaupt wirklich?
Wie geht es weiter mit uns?
Wie geht es weiter mit unserer Zukunft?
Was ist heute noch Freiheit, Frieden und Sicherheit?
Bekommen all diese Dinge jetzt eine ganz neue Bedeutung?
Es sind so viele Fragen auf einmal, die mir durch den Kopf gehen und dennoch macht sich eine kleine Frage ganz besonders breit in meinem Kopf.
Warum achten auf einmal alle auf Paris, wobei es doch schon seit Jahren so viel schlimmen Krieg auf der Welt gibt, dem niemand annähernd so viel Beachtung geschenkt hat wie jetzt Paris.
Ist es weil Paris in Europa liegt?
Weil es anscheinend mehr Bedeutung hat?
Wichtiger ist?
Keine Frage, was passiert ist, ist sehr schlimm, das möchte ich auch nicht in Frage stellen und eigentlich mache ich jetzt gerade beim Schreiben dieses Posts ja auch nichts anderes, als auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Aber warum bekommen Länder wie der Libanon, Syrien, Ägypten, die Ukraine... nicht so viel Aufmerksamkeit? Warum wird sich um diese nicht so sehr gesorgt, keine Hashtags erfunden, wie #prayforparis oder #prayforhumanity? Sind sie nicht so wichtig, weil sie ärmer sind? Weil dort angeblich nicht so viel Bildung vorhanden ist?
Ich komme mir blöd vor, das hier alles zu schreiben und doch eigentlich nicht viel damit zu erreichen. Ich veröffentliche es, möchte möglichst viele damit erreichen und dennoch ist es eigentlich so, dass ich die ganze Zeit nur "rede", nicht wirklich etwas mache...
Aber ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich machen könnte......
Wie denkt ihr über diese ganzen Dinge?
Wie geht ihr damit um?
Nachdenkseite (eine Seite aus Instagram, die ich sehr inspirierend und auch wichtig finde. Schaut gerne mal rein)


